Zu den Maltechniken…
Die Aquarellmalerei kann mit mehr als nur einer Technik ausgeführt werden. Die wichtigste ist allerdings das Lasieren. Wie bei der Ölmalerei wird auch hier in Schichten gemalt. Die stark verdünnte Farbe wird dabei auf den trockenen Malgrund aufgetragen. Durch das dünne Aufmalen trocknet die Farbe recht schnell und es können immer weitere Schichten folgen. Hellere und dunklere Bereiche entstehen dabei wenn man immer wieder den selben Farbton benutzt. Durch die eher transparente Farbdeckung entstehen aus dem Übereinanderliegen verschiedener Farbtöne andere neue. Zu beachten bei der Lasurtechnik ist, dass sehr scharfe Ränder entstehen und dass die Technik scharfe Präzision und exzellente Kenntnis über die Wirkung verschiedener Farbtechniken braucht.
Die Lavierung ist eine zweite Grundtechnik der Aquarellmalerei. Man versteht darunter zum einen die Verlauf- und zum anderen die Nass-in-Nass-Technik. Oft werden diese Techniken auch als jeweils eigenständige angesehen.
Bei der Verlauftechnik wird die Farbe so auf den Malgrund aufgetragen, dass sie gleichmäßig immer blasser wird oder in andere Farbtöne übergeht. Hierzu wird die Farbe auf den Malgrund gebracht und anschließend mit einem mit klarem Wasser angefeuchtetem Pinsel gleichmäßig verteilt. In der Regel ist der Malgrund hierbei trocken. Kann für besondere Effekte aber auch angefeuchtet sein.
Hingegen der Verlauftechnik, verlangt die Nass-in-Nass-Technik in jedem Fall einen feuchten Malgrund. Bzw. wird hier direkt in die feuchte Farbe hinein gemalt. So verlaufen die verschiedenen Farben ineinander. Wo die einen Maler die Technik als perfekten Umgang mit Farbe, Pinsel und Malgrund sehen, lehnen andere die Nass-in-Nass-Technik als unkontrollierbar ab. Die Technik wird ebenfalls mit anderen Farben wie Acryl oder Öl verwendet.
Es gibt noch einige weitere Techniken der Aquarellmalerei. Oder eigentlich müsste man sie Kombinationen oder Variationen der Grundtechniken nennen. Außerdem kommen zu den Aquarellmethoden auch einige andere zum Nutzen. So auch Techniken der Zeichnung, Kaligraphie und sogar Acryl.
Als Korrekturmethoden gelten das Abschaben und Abheben. Dabei wird die Farbe mit einem Spatel oder ähnlichem abgeschabt, bzw. durch Anfeuchten und Abheben mit einem Schwamm (oder Tuch) nur begrenzt entfernt. Zur gezielten Bildgestaltung kann man sie ebenfalls verwenden.
Gerne werden Stellen auf dem Malgrund unbemalt gelassen. Um freie Arbeit mit dem Pinsel zu ermöglichen, kann man die Stellen mit Klebestreifen abkleben oder aber mit Wachs einreiben.
Klekse oder Sprenkel erzeugen einen improvisierten Eindruck.
Einst wurde die Aquarellmalerei schon zum Colorieren von Zeichnungen benutzt. Eine weitere Technik ist, das Aquarellgemälde mit Bleistift, kohle oder Tusche Zeichnung zu ergänzen.
Auch Pastellfarben ergänzen die Aquarellmalereien hervorragend. Sie schaffen Kontraste, Schraffuren und helle wie dunkle Akzente.
Aquarellstifte schaffen grafische Linien im Bild und sorgen für die Akzentuierung bestimmter Bildelemente.
Zur Farbnuancierung und Hintergrundgestaltung werden Pigmente von Aquarellstiften abgeschmirgelt und auf die feuchte Farbe gestreut. Dies nennt man Raspeltechnik.
Natürlich kann die Aquarellfarbe noch vor dem Auftrag mit verschiedenen Mitteln vermischt werden. Zum Beispiel Gummiarabicum. Dies macht die Farbe zum einen pastoser und sorgt zum anderen für leichten Glanz. Glycerin und Ochsengalle verzögern das Trocknen. Alkohol hingegen beschleunigt sie.
Ein etwas seltsam klingende Idee ist das Aufstreuen von Salz in die feuchte Farbe. So kann man unter anderen den optischen Effekt von Schnee erzeugen.

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