Exkurs: Aquarellmalerei I

Typische Aquarellmalerei

Typische Aquarellmalerei

Geschichte

Nicht die Ölmalerei, aber auch eine wichtige Technik der Malerei – Die Aquarellmalerei. Der Begriff entstammt, ganz klar, dem lat.einischen aqua -> Wasser. Aquarellbilder sind mit nicht-deckenden Farben angefertigte Bilder.

Die Farben setzen sich aus Farbpigmenten und Bindemitteln zusammen. Die lasierenden Aquarellfarben werden mit Wasser verdünnt und mit einem Haarpinsel auf Papier und andere Materialien aufgetragen.

Das Besondere an der Aquarellmalerei ist, dass der Malgrund auch nach dem Malen noch durchschimmert. Gemischt werden die Farben in der Regel durch das Übereinandermalen. Weiße Farben gibt es nicht. Weiße Flächen entstehen, indem man Teilflächen des Malgrunds nicht bemalt.

Die Malerei mit wasserlöslichen Farben ist eine der ältesten überhaupt. Von der Höhlenmalerei über ägyptische Papyruszeichnungen und die mittelalterlichen Buchmalereien bis heute.

Die Aquarellmalerei als solche hat sich seit dem 9. Jahrhundert entwickelt. Anfangs noch zur Kolorierung von Zeichnungen und Holzschnitten. Rembrandt und Dürer nutzten die Aquarelle hauptsächlich zur Vorbereitung von Ölgemälden und zu Studienzwecken.

Im 18. Jahrhundert begannen Maler wie William Turner Bilder direkt auf dem Malgrund mit Aquarellfarben entwickeln, statt die Farben einfach nur zum Ausmalen zu benutzen. Deutliches Interesse an Freiluftmalerei entwickelte sich im 19. Jahrhundert. So entdeckten auch viele Maler die Malerei mit wasserlöslichen Farben für sich und schafften so Kunstwerke eigens mit Aquarellfarben.

Andere bekannte Aquarell-Maler sind Eugène Delacroix, Paul Cézanne, Emil Nolde und Christian Modersohn.

Kommentare

Powered by Facebook Comments

Kommentar schreiben